Verband kritisiert Lkw-Maut auf Bundesstraßen
Erneut übt der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) Kritik an der Einführung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen. „Die Bundesstraßenmaut ist volkswirtschaftlich ein absoluter Flop und belastet sowohl die Wirtschaft als auch im Endeffekt den Verbraucher völlig unnötig mit zusätzlichen Abgaben“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.Der GVN erwartet eigenen Angaben zufolge für den Bund Einnahmen aus der neuen Bundesstraßenmaut in Höhe von maximal 50 Millionen Euro. Die Kosten für die Erhebung und der Kontrolle würden von der Regierung im ersten Jahr dagegen bereits mit 40 Millionen Euro und in den Folgejahren mit je 30 Millionen Euro kalkuliert, so der Verband. „Die verbleibenden Nettoeinnahmen von 10 bis 20 Millionen Euro pro Jahr sind angesichts der jährlichen Einnahmen aus der Autobahnmaut in Höhe von 4.500 Millionen Euro kaum messbar“, rechnet der GVN vor. Es werde sich um ein Nullsummenspiel handeln.
Der Verband geht zudem davon aus, dass sich Lkw-Fahrer verstärkt Ausweichstrecken suchen werden. Vor allem, wenn sie im regionalen Güterverkehr unterwegs und nicht mit einem System zur automatischen Mauterhebung ausgestattet sind. Ab 1. August werden auf rund 1.000 Kilometer Bundesstraßen Mautgebühren für schwere Lkw fällig.
[Quelle: DEKRA-Newsletter vom 15.06.2012]
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